Neue Spiegel-Fälschungsaffäre: Totes Flüchtlingsmädchen nur erfunden?

Der „Spiegel“ hat vier Artikel vom Netz genommen, die den tragischen Tod eines Flüchtlingsmädchens an der EU-Außengrenze in Griechenland schilderten. Es bestehen starke Zweifel am Wahrheitsgehalt der Artikel. Eine Neuauflage des Relotius-Skandals?

Im August dieses Jahres veröffentlichte der „Spiegel“ vier Artikel über das Schicksal des kleinen Flüchtlingsmädchens Maria, welche im Sommer 2022 an der griechisch-türkischen Grenze gestorben sei. In den Artikeln war zu lesen: „Nun ist Maria tot. Sie ist Anfang August an Europas Außengrenze gestorben, weil ihr griechische Behörden jede Hilfe versagten.“

Jene Artikel wurden nun jedoch vom Netz genommen. Versucht man die Artikel aufzurufen, ist folgende Stellungnahme zu lesen: „An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluß Evros im Sommer 2022. Mittlerweile gibt es Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse.“

Starke Zweifel am Wahrheitsgehalt der Erzählung

Wie das Branchenmagazin „Medieninsider“ berichtet, sei es nicht nur fraglich, ob jenes Mädchen gestorben sei, sondern ob sie überhaupt existierte. Laut „Medieninsider“teilte der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi dem Spiegel-Chefredakteur bereits im September in einem Brief seine Zweifel am Wahrheitsgehalt der Artikel mit. Mitarachi warf dem „Spiegel“vor, die Information für die Artikel ungefiltert von Nichtregierungsorganisationen übernommen zu haben. Er ließ weiters wissen: „Aus den Fakten und allen fotografischen Beweisen geht hervor, dass es kein vermisstes Kind gibt, geschweige denn ein totes Kind.“

Glaubwürdigkeit der Mainstreammedien sinkt weiter

Der aktuelle Fall erinnert stark an den Relotius-Skandal vor vier Jahren. Der damalige renommierte „Spiegel“Journalist Claas Relotius hatte viele seiner Reportagen frei erfunden. Nach Aufdeckung des Skandals versprach der „Spiegel“ Besserung. Doch wie es aktuell aussieht, waren diese Versprechen leere Worte. Die ohnehin schon angeschlagene Glaubwürdigkeit des „Spiegels“ sinkt weiter.

Doch nicht nur der „Spiegel“, sondern auch etwaige andere Mainstreammedien nutzen mitreißende Schicksalsgeschichten oder Bilder von Flüchtlingen, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Dass diese oftmals nicht der Realität entsprechen, dürfte jedem aufmerksamen Beobachter klar sein.

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