Schlepperkriminalität: Erneut schwerer Zwischenfall im Burgenland

Seit Monaten treiben Schlepperbanden an der burgenländischen Grenze ihr Unwesen, fast täglich gibt es Meldungen über Aufgriffe, Verhaftungen oder Auseinandersetzungen. Nun ist es zu einer wilden Verfolgungsjagd zwischen der Polizei und mehreren Schlepperfahrzeugen gekommen.

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Laut Medienberichten nahm die ungarische Polizei vergangenen Dienstag eine Verfolgungsjagd mit insgesamt drei Schlepperfahrzeugen auf. An der Grenze zwischen Burgenland und Ungarn bei Andau nahm ebenfalls eine österreichische Polizeistreife die Verfolgung auf. Schließlich kam es bei einem Kreisverkehr zu einem folgenschweren Unfall: Eines der Schlepperfahrzeuge krachte in einen Lkw, das zweite fuhr auf. Beide Schlepper konnten festgenommen werden. Das dritte Schlepperfahrzeug konnte noch die Flucht ergreifen, nachdem es fünf illegale Migranten aussteigen ließ. In jenem Fahrzeug, das den Auffahrunfall verursachte, befanden sich ebenfalls sechs Migranten an Bord. Nach dem Lenker des dritten Schlepperfahrzeugs wird weiter gefahndet.

Schlepper-Unfälle häufen sich

Erst vor drei Wochen kam es im Burgenland zu einem schweren Unfall eines Schlepperfahrzeuges mit drei Toten und mehreren Schwerverletzten. Es ist nicht die erste Meldung zu Schlepperunfällen, die Opfer forderten: Wir erinnern uns an die Lkw-Tragödie 2015, bei der 71 Migranten uns Leben kamen. Doch anstatt Österreich als Asylstandort für Schlepper und illegale Migranten unattraktiv zu machen, gibt es seitens der Bundesregierung – allen voran ÖVP-Innenminister Karner – nur leere Ankündigungen und Versprechen.

Heuer bereits 325 Schlepper festgenommen

Laut einem Bericht des Bundesinnenministeriums wurden von Jahresbeginn bis August 2022 bereits 325 Schlepper in Wien und Burgenland festgenommen. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl enorm gestiegen. Im gleichen Zeitraum wurden etwa 250 Schlepper erfasst. Insgesamt wurden im Vorjahr 441 Schlepper verhaftet. Das sind die Folgen des Totalversagens der Bundesregierung.

FPÖ fordert „No-Way-Politik“

FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes Amesbauer findet zur Schlepperproblematik in Österreich klare Worte: ÖVP-Innenministers Karner „muss seine Ankündigungsshow sofort beenden und für einen Asylstopp sorgen. Eine konsequente ,No-Way-Politik´ würde auch das Signal aussenden, dass der Versuch, illegal nach Österreich zu gelangen keinen Sinn hat und damit auch das Geschäftskonzept der Schlepper zunichtemachen. Dadurch könnten auch derartige menschliche Tragödien verhindert werden“, erklärte Amesbauer in einer Presseaussendung.

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