Italien: 1.000 Migranten auf Lampedusa eingetroffen

Die süditalienische Insel Lampedusa wird weiterhin von illegalen Migranten überflutet. Seit Wochen und Monaten sind die italienischen Behörden mit einem massiven Migrationsansturm auf den italienischen Küsten konfrontiert. Jüngst kam es zu einem neuen Rekord der Ankünfte illegaler Migrantenschiffe an einem Tag.

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Vergangenen Samstag erreichten laut Medienberichten innerhalb von 24 Stunden 46 Migrantenboote – so viele wie noch nie – mit insgesamt 1.000 Illegalen die Insel. Die eingetroffenen Migranten stammen großteils aus Tunesien und wurden vorerst auf der Insel untergebracht. Die Lage auf der Mittelmeerinsel, die als Hotspot illegaler Migration gilt, ist weiterhin tragisch: Insgesamt befinden sich auf der Insel lediglich 350 Plätze. Täglich kommen jedoch erschreckende 300 bis 700 Migranten auf der Insel an.

Nicht nur die italienische Mittelmeerinsel hat mit einer enormen Migrationsflut zu kämpfen: Die Einwanderungsbehörde verzeichnete an der Küste Kalabriens 660 Illegale in anderthalb Tagen. Die fast ausschließlich männlichen Migranten sollen laut eigenen Angaben aus Afghanistan und dem Iran stammen. Auf der Insel Pantelleria trafen rund 340 Migranten ein. Weitere 92 Migranten machten ihren Weg am Samstag per Segelboot nach Apulien. Außerdem traf vergangenes Wochenende das spanische Rettungsschiff „Open Arms Uno“ mit 99 Menschen an Bord im sizilianischen Hafen Messina ein.

Giorgia Meloni will Schiffsblockade vor nordafrikanischer Küste

Angesichts dieser alarmierenden Zahlen sprach sich die Vorsitzende der patriotischen Partei Fratelli D’Italia (FdI) Giorgia Meloni erneut für eine Schiffsblockade vor Libyens Küste aus. Dies sei der einzige Weg, um die Migrationswelle zu stoppen. „Ein seriöser Staat kontrolliert und verteidigt seine Grenzen. Ich werde nicht müde zu wiederholen, dass der einzige Weg, die illegale Einwanderung zu stoppen, eine Seeblockade ist: eine europäische Mission im Einvernehmen mit den nordafrikanischen Behörden. Nur so können die illegalen Ausreisen nach Italien und die Tragödie der Toten auf See beendet werden“, so Giorgia Meloni.

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