Helferich: Dortmunder Tafel lehnt Unterstützung von AfD-Politiker ab            

Die Dortmunder Tafel betreibt lieber Politik als bedürftigen Menschen zu helfen. Denn trotz des dramatischen Höchststandes an armutsbetroffenen Menschen, lehnen diese die Fördermitgliedschaft des AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich ab.

Die Nachfrage bei den Tafeln in Deutschland erreicht aufgrund der sich zuspitzenden wirtschaftlichen und sozialen Lage einen dramatischen Rekordwert: Seit Jahresbeginn verzeichnet der Dachverband der Organisation einen sprunghaften Anstieg. Die Zahl der Nutzer hat sich um die Hälfte erhöht. Mittlerweile können sich mehr als zwei Millionen von Armut betroffene Menschen in Deutschland keine Lebensmittel leisten und gehen zu Tafeln – mehr als je zuvor. Jochen Brühl, Vorsitzender Tafel Deutschland e.V., rief kürzlich in einer Presseaussendung zu Spenden für die Tafeln auf.

Dortmunder Tafel lehnt Unterstützung ab

Offensichtlich ist der Dortmunder Tafel jedoch wichtiger, „Haltung“ zu zeigen als Hilfsarbeit zu betreiben. AfD-Politiker und fraktionsloser Abgeordneter im Deutschen Bundestag, Matthias Helferich, stellte einen Antrag auf Mitgliedschaft bei der Dortmunder Tafel, um Förderer zu werden. Doch wie die Vorstandsmitglieder dem Bundestagsabgeordneten in einem Schreiben mitteilen, habe sich der Vorstand über Helferichs Mitgliedsantrag „beraten und entschieden, diesen abzulehnen“.

 „Dortmunder Tafel zeigt Gratismut und lehnt meinen Mitgliedsantrag ab!“, schreibt Helferich via Instagram. „Der Vorstand der örtlichen Tafel hat meinen Mitgliedsantrag abgelehnt. Da sicherlich auch Überweisungen abgelehnt würden, werde ich der Tafel auch weiterhin anonym Sachspenden übermitteln. Es wäre falsch die Bedürftigen dafür zu bestrafen, dass einige Vorstandsmitglieder lieber Politik als Hilfsarbeit betreiben“.

Helferich: Das Wohl unserer Leute muss in den Fokus rücken

Bereits vor zwei Wochen spendete Matthias Helferich Lebensmittel an die Dortmunder Tafel. Auf Instagram schreibt er dazu: „Immer mehr Bürger können sich trotz Arbeit nicht mehr selbst versorgen und nutzen das Angebot der Tafeln. Diese müssen inzwischen Lebensmittel strecken und Bedürftige abweisen. Inflation, steigende Energiekosten und ukrainische Kriegsflüchtlinge überfordern die Kapazitäten der Tafeln.

Es braucht eine Zeitenwende in Deutschland, die das Wohl unserer Leute wieder in den Fokus der Politik stellt und nicht vorgibt, die gesamte Welt retten zu wollen.“

Armut ist auf dem Höchststand

Laut Paritätischem Armutsbericht 2022 hat die Armutsquote im vergangenen Jahr einen traurigen Höchststand von 16,6 Prozent erreicht. 13,8 Millionen Menschen werden demnach in Deutschland derzeit zu den Armen gerechnet, 600.000 mehr als vor der Corona-Krise. Angesichts der aktuell steigenden Preise und der anstehenden Nachzahlungen von Energiekosten werden noch mehr Menschen finanziell belastet. Die Tafeln rechnen damit, dass die Not noch größer werden wird.

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