Arbeitsmarktintegration: Viele Ukrainer wollen bleiben

Alleine in Oberösterreich leben derzeit bereits 7.695 Flüchtlinge aus der Ukraine, insgesamt sind es 80.000 in ganz Österreich. Bis Jahresende dürfte sich diese Zahl drastisch erhöhen – ob sie sich jemals wieder deutlich senken wird ist durch die Arbeitsmarktintegration fraglich.

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Zu Beginn der Migrationskrise infolge des russisch-ukrainischen Krieges wurde uns sowohl von den Ukrainern selbst als auch vor allem von verantwortlichen Politikern erklärt, dass die Ukrainer nach dem Wegfallen des Fluchtgrundes wohl alle wieder in ihr Heimatland zurückkehren würden. Wie von rechts aber richtig vorausgesehen, deutet mittlerweile vieles auf das Gegenteil hin.

Krieg wird noch dauern

Egal wie der Krieg ausgehen wird, die meisten Militärexperten gehen davon aus, dass er noch dauern wird. Bis dahin werden die Ukrainer bleiben, nach eigenen Angaben wollen danach aber rund zwei Drittel wieder zurückkehren. Realistisch betrachtet wird die Ukraine nach dem Krieg unter russischer Einflussspähre liegen – wie groß die Lust der Ukrainer sein wird, in diese Verhältnisse heimzukehren und das Land wieder aufzubauen, ist äußerst fraglich.

Arbeitsmarkt als Anker

Besonders ein Faktor könnte die Ukrainer wesentlich an Österreich binden: Der Arbeitsmarkt. Über 41% der Erwerbsfähigen haben bereits eine Bewilligung erhalten, in Oberösterreich zu arbeiten. Wie der Wochenblick treffend festhält, spielen dabei auch die Geschlechter eine große Rolle:

Von den Ukrainern, die sich in Oberösterreich aufhalten, beträgt der Frauenanteil 70 Prozent. Es ist aber zu befürchten, dass auch sie nach einem für ihr Land schlechten Ausgang des Krieges nicht mehr nach Hause gehen werden, sondern ihre Männer nach Österreich holen, falls diese den Krieg überlebt haben sollten. Wenn nicht, gäbe es für die Frauen erst recht keinen Grund mehr, in ihre Heimat zurückzukehren.

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