Linker Bildersturm: Ehrentafel für Weltkriegshelden muss weichen

Er ist seit 78 Jahren tot, doch zu Ruhe kommen darf er nicht: Der niederösterreichische Kampfpilot Walter Nowotny. Diese Woche hat die Gemeinde seiner Jugendzeit, Mistelbach an der Zaya, beschlossen, eine Gedenktafel für ihn abzumontieren. Sein Schicksal ist ein Paradebeispiel dafür, wie linke Bilderstürmer die Gedenkkultur in Österreich vergiftet haben.

Ein Gastkommentar.

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Sein Leben könnte Inhalt eines actionreichen Soldatenfilmes oder eines verwegenen Romans sein: Mit 18 Jahren nach der Matura zur Luftwaffe gemeldet. Hunderte Luftsiege. Verwundungen und Notlandungen. Höchste Ehrungen und Orden. Dann, mit blutjungen 23 Jahren, bei der Verteidigung seiner Heimat vor feindlichem Bombardement, abgeschossen und den Tod gefunden. Wenn da nicht ein Makel wäre – er kämpfte im falschen Staat.

Denn Major Walter Nowotny hatte das Pech, in einer Zeit jung zu sein, in der der Zweite Weltkrieg Europa erschütterte. Und so diente er, wie Millionen von anderen jungen Männern auch, in der Wehrmacht. Der kaum dem Knabenalter entwachsene Walter erwies sich als echtes Luftass. Mit 258 bestätigten Abschüssen war er der fünfterfolgreichste Pilot der Luftwaffe und ist damit bis heute der erfolgreichste Kampfpilot aus Österreich.

Heldenkult und Tot

Die Propaganda des NS-Staates vereinnahmte den jungen, heldenhaften Mann natürlich ganz für sich. Dies ging so weit, dass Nowotny 1943 ein „Feindflugverbot“ auferlegt wurde, man wollte den Kult um seine Person nicht durch seinen Tod gefährden und setzte ihn lieber als Ausbildner ein.

Walter Nowotny fiel es schwer, sich an dieses Verbot zu halten. Als Ende 1944 starke alliierte Bomberverbände in der Nähe seines Stützpunktes in Norddeutschland gemeldet werden, hält ihn nichts mehr. Walter ignoriert sogar den Befehl eines Vorgesetzten. Er besteigt eine Maschine und fliegt allein dem Feind entgegen, holt kurz darauf den ersten Bomber vom Himmel, wird aber von zwei amerikanischen Jägern getroffen. Der Fallschirm verhängt sich. Major Walter Nowotny überlebt diesen Einsatz nicht.

Nach seinem Tod wurde er in einem Ehrengrab der Stadt Wien beigesetzt, an seiner Absturzstelle ein Gedenkstein errichtet. Noch 1979 erhielt er eine Gedenktafel in seiner Jungenstadt Mistelbach – eben diese soll nun weichen.

Heldenfriedhof zum Gedenken der ortsansässigen Gefallenen der Weltkriege – Mistelbach/Zaya
Soldatengedenktafel am Heldenfriedhof Mistelbach/Zaya

Auch nach dem Krieg noch geehrt

1958 wurde der Ehrengrabstein von der Stadt Wien sogar noch erneuert und über viele Jahre hinweg stellte das österreichische Bundesheer an Nowotnys Todestag Ehrenwachen auf. Sowohl österreichisches als auch deutsches Verteidigungsministerium ließen Kränze niederlegen. Im Jahr 1981 wurde eine Nowotny-Gedenkmünze herausgegeben.

Im Kulturkampf stirbt der Held

Erst Ende der 90iger wurde der Ton um den toten Piloten plötzlich rau. Die Grünen waren mittlerweile erstarkt und mit ihnen hatte sich das politische Klima geändert. Ein “Nazipilot” der gegen die „Befreier“ gekämpft hatte, hätte keine positive Erinnerung, kein Gedenken, verdient. 2003 wurde im Wiener Gemeinderat von den Grünen ein Antrag auf Aberkennung des Ehrengrab-Status eingebracht, die SPÖ stimmte mit dafür. Eine Verlegung des Grabes war jedoch nicht möglich, da es als Soldatengrab unter besonderem Schutz steht.

Nun auch Ehrentafel in Mistelbach

Die Ehrentafel in Mistelbach an der Zaya durfte 21 Jahre länger unangetastet bleiben. Nun muss auch sie weichen. Natürlich auch auf Initiative eines Linken. Eine Gruppe rund um einen Journalisten hatte dem Gemeinderat einen Antrag auf Entfernung der Ehrentafel zugestellt.

Bemerkenswert: In ihrem Schreiben stützte sich die Gruppe vor allem auf Aussagen des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW). Entgegen oftmals falscher Auffassung handelt es sich dabei keineswegs um unabhängige Experten, sondern einen dezidiert linken, privaten Verein, der laut einem Gerichtsurteil sogar als „kommunistische Tarnorganisation“ bezeichnet werden darf.

Am 5. Juli wurde die Entfernung nun mit 21 zu 12 Stimmen beschlossen. Untypisch für Gemeinderatssitzungen, war die Abstimmung geheim durchgeführt worden.

Dabei hatte der Kameradschaftsbund (ÖKB), der die Tafel unterhält, durchaus Bereitschaft gezeigt, den Kritikern entgegenzukommen: Den Wortlaut „Heldengedenktafel“ hatte man durch „Soldatengedenktafel“ ersetzen und eingravieren lassen, dass die Urheberschaft der Tafel vom ÖKB ausgeht. Beides waren Kritikpunkte des Entfernungsantrages gewesen. 
Geholfen hat dies freilich nichts. Linke Bilderstürmer sind eben nicht konsensfähig.

Kameradschaftsbund enttäuscht

Die anwesenden Mitglieder des ÖKB waren enttäuscht. 1979 war die Tafel mit Zustimmung des damaligen Gemeinderates aufgehängt worden, nun muss sie weichen. Die Bereitschaft, durch die vorgenommenen Änderungen in der Gravur einen Ausgleich zu finden, war den Verantwortlichen egal.

Wir müssen den Beschluss akzeptieren, verstehen tun wir ihn nicht“, so ÖKB-Stadtgruppenobmann Walter Ofenauer. „Jetzt werden wir überlegen, was wir mit der Tafel machen.“ Denn diese ist Eigentum des ÖKB. Einem Insider zufolge werden bereits Pläne zur privaten Ausstellung der Gedenktafel konkretisiert. In Privatinitiative möchte man den öffentlichen Zugang gewährleistet erhalten.

Und in Zukunft?

Ewig ist der toten Tatenruhm“, das steht auf dem Grabstein von Major Walter Nowotny. Wenn es nach Parteien wie den Grünen geht, sollen tote Wehrmachtssoldaten im Grab weder Ruhm noch Frieden finden. Die Entfernung der unscheinbaren Tafel auf einem kleinen Landfriedhof zeigt einmal mehr: Die Linke wird nicht ruhen noch rasten, bis jede Erinnerung und jedes Mahnmal, das ihrer Ideologie des Selbsthasses widerspricht, geschleift ist.

Walter Nowotny war keinesfalls ein Sinnbild für Kriegsgräuel. Natürlich wurde er ob seiner Erfolge und seiner Jugend zum Vorbild der NS-Propaganda. Aber auch er zehrte schwer am Krieg, wurde Familienberichten zufolge von Alpträumen geplagt. Hinweise auf den überzeugten Nationalsozialisten, als den ihn einige darstellen wollen, finden sich in seiner Biografie kaum.

Kann man einem Soldaten vorwerfen, im Krieg sein Bestes zu geben? Heldenhaft unter Einsatz des eigenen Lebens in seiner Armee zu streiten? Wohl kaum. Darf man nur Soldaten ehren die einer, immer schärfer werdenden ideologischen Prüfung standhalten? Darf man am Ende nur mehr der gegnerischen Soldaten gedenken und muss die eigenen Gefallenen vergessen?

Auch die letzten Stätten werden weichen

Überall in Österreich stehen heute Denkmäler mit den Namen der unzähligen Väter, Ehemänner und Söhne, die in den Weltkriegen gefallen sind. „Unseren Helden“ ist dort vielfach in den Stein graviert, oder „In treuer, ehrender Erinnerung“ zu lesen.

Was soll aus ihnen werden? Auch sie haben in der Wehrmacht oder anderen Verbänden gekämpft – und manche der Namen mag man auch kritischer sehen als Walter Nowotny. Die Linke wird eines Tages auch die Schleifung der letzten Gedenkstätten, an denen die Verbliebenen an ihre Vorfahren und deren Opfer erinnert werden, fordern. Schritt für Schritt.
In den 50igern hielt das Bundesheer Ehrenwachen vor Major Nowotnys Grab, nun wird selbst eine kleine Tafel für ihn entfernt. Heute werden an einem Heldendenkmal noch Kränze niedergelegt, morgen ist die Entfernung vielleicht schon in Diskussion.

“Gebt Euren Toten Heimrecht, Ihr Lebendigen!”

Die Mehrheit unseres Volkes hält das sicher nicht für den richtigen Weg. In vielen Familien erzählt man sich noch Geschichten über das Schicksal der Groß- und Urgroßväter. Eine lebendige Gedenkkultur könnte dem linken Bildersturm entgegenwirken. Eine Grabkerze zu Allerseelen, die Teilnahme an einer Gedenkveranstaltung, die Unterstützung eines Denkmalvereins. Unsere Toten haben es sich verdient. Im Türkenschanzpark in Wien steht ebenso ein – bis jetzt noch nicht geschliffenes – Kriegerdenkmal. Den Spruch darauf (er stammt von Walter Flex) sollten sich vor allem die Verantwortlichen beim Heer ins Gedächtnis rufen: „Gebt Euren Toten Heimrecht, Ihr Lebendigen!

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