Gut oder schlecht? ÖVP will Deutschkenntnisse forcieren

Die Wiener ÖVP will Maßnahmen treffen, um Migranten zu zwingen, Deutsch zu lernen. Was auf den ersten Blick wie eine patriotische Maßnahme wirkt, offenbart, worum es der ÖVP eigentlich geht. Überraschung – es ist nicht der Erhalt unserer Identität.

Integration ist gescheitert – das gibt mittlerweile sogar Schweden zu. Aber noch will niemand von Remigration sprechen, stattdessen wollen Politiker die bisher unmögliche Integration forcieren.

Die Hälfte der Wiener Schüler hat nicht-deutsche Umgangssprache, ganze 81 Prozent der Kinder haben “Probleme” mit der deutschen Sprache. Je jünger, desto schlimmer. Das stellt offensichtlich ein Problem dar, was mittlerweile auch die Wiener ÖVP anerkennt. Ihr Fazit: “Die Idee von Freiwilligkeit bei der Integration ist gescheitert.” Jetzt müsse man härter vorgehen.

Die einzige Lösung: Deutschkenntnisse forcieren. Man solle “im Alltag auf Deutschkenntnisse angewiesen” sein. Wie setzt man das um? Informationen der Stadt Wien sowie Dokumente, die man zum Beispiel braucht, um Mindestsicherung zu beantragen, sollen nur mehr auf Deutsch verfügbar sein. Sind die Deutschkenntnisse von Kindern ungenügend, sollen Eltern außerdem verpflichtend Deutschkurse besuchen.

ÖVP plötzlich patriotisch?

Man braucht sich aber keine Illusionen zu machen: Was die “Volks”partei stört, ist nicht die Überfremdung, sonst würde sie die Massenmigration nach Österreich nicht fördern. Ihre Interessen sind rein wirtschaftlich: Jeder Migrant ist für die ÖVP Humankapital. Aber wenn die Ausbildung und Integration in den Arbeitsmarkt scheitert, kann dieses Humankapital nicht verwertet werden. Aber: Bloß weil Migranten Deutsch können, sind sie noch keine Österreicher!

Trotzdem kann die Maßnahme positive Folgen haben: Migranten, die sich um keinen Preis anpassen wollen, wandern vielleicht wieder ab. Dann hätte die ÖVP sozusagen irrtümlich Remigration betrieben. Fraglich ist nur, ob die Maßnahme je überhaupt umgesetzt wird.

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