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Meinung

Lageanalyse: Salvini – vom Superstar zur „Flasche leer“

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Wenn man sich die Werdegänge verschiedenster Rechtspolitiker und großer
Hoffnungsträger des leidgeprüften, einfachen Patrioten oder sogenannten „kleinen
Mannes“ ansieht, bekommt man es mittlerweile mit der „Angst“ zu tun. Angst vor völliger Aussichtslosigkeit aufgrund politischen Versagens der zuvor vielversprechenden Protagonisten, Angst vor der scheinbar unvermeidlichen Kapitulation vor dem Globalismus, welcher unsere kulturelle Annihilation zur Folge hat, Existenzangst durch Hoffnungslosigkeit und Angst vor Depressionen. Der Psychologe wäre jetzt am Zug. Wer in heutigen Zeiten bestehen will, muss sich täglich selbst am Kragen packen und neu aufrichten. Es hilft nur Analyse, Erkenntnis und Selbsterkenntnis. Man muss also selbst zum Psychologen werden.

Analyse der gefallenen Populisten

Analysieren wir mal die gefallenen Populisten und legen sie auf den Seziertisch. Die
Psychologen würden „Couch“ sagen.

Die teils spektakulären, mit großem Trommelwirbel und Medienhysterie begleiteten,
scheinbar unaufhaltsamen Rechten wie Jörg Haider und HC Strache in Österreich oder
Gianfranco Fini und Matteo Salvini in Italien endeten jedes Mal mit großer Ernüchterung und
Enttäuschung. Von der derzeitigen Nutznießerin der Rechten und möglichen baldigen
politischen Nr. 1 Italiens, Giorgia Meloni, würde ich mir daher nicht allzu viel erwarten. Sie
scheint für Rechte vielversprechend wie einst Alessandra Mussolini.

Salvini gelang der kontinuierliche Aufstieg innerhalb der Lega Nord, drückte ihr dann als
Vorsitzender seinen Stempel auf und formte sie als Lega zur unbestrittenen Führungspartei
der italienischen Rechten. Als Innenminister war er 2018/19 der beliebteste Politiker Italiens,
seine Lega erreichte in Umfragen 37 %.

Salvinis Fall: vom Meister zum Lehrling

Dann geschah das, was man heute als „das Übliche“ bezeichnen würde: die Realität aus dem
Blick verloren und trügerisch selbstsicher wird Salvini übermütig. Er will Neuwahlen und
„sprengt“ sich selbst aus der Regierung anstatt die Regierung zu sprengen. Das war der erste
Fehler. Doch der eigentliche politische Selbstmord kommt erst ca. ein Jahr später: im
Februar 2021 unterstützt Salvini die neue Regierung Draghi, der von den Deutschen
aufgrund der verhehrenden Nullzins-Politik der EZB zu Recht als „Graf Draghila“ bezeichnet wird (anzumerken ist auch, dass deutsche Wirtschafter zunehmend mit einem baldigen Banken- und Finanzcrash rechnen, den der mittlerweile bekannte CEO von Degussa, Dr. Markus Krall, als „Draghi-Crash“ beschreibt).

Dieser „auf der Nudelsuppe dahergeschwommene“, neue Ministerpräsident Italiens erfreut
sich dreier Minister aus der Lega. Wenn man sich heute die gefährliche ökonomische Lage
Europas ansieht, zu der Draghi durch seine Nullzins-Politik wesentlich beigetragen hat, wird
dieser vermutlich nicht nur als Sprengmeister Europas, sondern auch als Leichenbestatter
Italiens in die Geschichte eingehen. Und was hat Salvini davon? Gar nichts! Im Gegenteil, er
war dabei und hat sogar den Wirtschaftsminister gestellt. Das ist ungefähr so, wie wenn er
auf der Titanic für die Rettungsboote verantwortlich gewesen wäre. Salvini ist so gut wie tot,
es sei denn, er zieht seine Minister sofort ab!

Der einst stolze und selbstsichere Lombarde ist über Nacht Lehrling geworden, obwohl er
schon Meister war. Sollte er auf Berater hören, wäre er gut beraten, diese sofort
auszutauschen.

Auch kann es sein, dass hinter der All-Parteien-Regierung eine globalistische Falle steckt:
man zieht in außerordentlichen Krisenzeiten die Gegner mit in die Verantwortung und somit
in den Abgrund. Nach dem Debakel putzen sich die Globalisten ab.

Ein ähnliches Spiel schlug Nobert Hofer in Österreich vor, als er aufgrund des Corona-Chaos
eine All-Parteien-Regierung vorschlug und damit in völliger Ahnungslosigkeit den Globalisten
direkt in die Hände spielen würde.

Was macht einen rechten politischen Superstar aus?

Was macht also einen rechten politischen Superstar aus? Das ist jemand, der seiner
patriotischen Linie treu bleibt, auch in schlechten Zeiten und sogar dann, wenn er am
Futtertrog sitzt.

Zu den wenigen echten Stars unter rechten Politikern zählen beispielsweise der „beste
Innenminister aller Zeiten“ Herbert Kickl in Österreich oder der amerikanische Präsident
Donald Trump.

Sie weichen niemals von patriotischen Forderungen und Zielen ab, unabhängig davon, ob sie
in der Regierung sitzen oder in der Opposition. Monate nach seinem Ausscheiden aus dem
Weißen Haus beherrscht Trump die Republikanische Partei. Er ist im Wahlkampfmodus
geblieben und wird seinen Gegnern schlechte Zeiten bereiten.

Kickl wiederum erfreut sich durch konstante, fundamentale, freiheitliche Politik bester
Beliebtheitswerte mit 31 % Zustimmung (Februar 2021) in der Bevölkerung. Davon können
andere nur träumen.

Salvini kann die Katastrophe noch abwenden, er hat Charisma und kann Opposition. Er wäre
der geeignete „Anti-Draghi“. Als Mann kommt er in Italien bei Wählern immer noch gut an
(Frauen haben es in Italiens Politik schwerer). Er kann sofort einen passenden Grund zum
Verlassen der Regierung Draghi finden und verhindern, dass die Fratelli d’Italia seine Wähler
weiterhin dankend 1:1 übernehmen und zur stärksten Kraft werden. Salvini wäre beim Crash
nicht in Verantwortung. Und Meloni kann Salvini niemals ersetzen. Das rechte Trauerspiel ist
wieder einmal perfekt. Die Worte Trapattonis drängen sich auf: Salvini ist „schwach wie eine
Flasche leer.“ Oder mit anderen Worten: „Wir haben fertig“.

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Kultur

Über das größte Lambda Österreichs

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Wenn man in den Wiener „Wurstel“-Prater geht, begrüßt einen gleich am Eingang ein fettes, stählernes Lambda. Schon bei der Errichtung des damals größten „Riesenrads“ der Welt im Jahr 1897 hatte es die Ehre, einem edlen Zweck zu dienen: Kaiser Franz Joseph I. feierte sein 50-jähriges Regentenjubiläum.

Der Kaiser war Patriot, wurde allgemein als Übervater der k.u.k. Monarchie respektiert, erlangte Identifikationscharakter und vereinte somit zahlreiche, stolze Nationen in seinem Haus Habsburg. Die Pflege von Tradition, Christentum, Wehrhaftigkeit, repräsentativer Architektur uvm. begleiteten seine Regentschaft. Bis heute hört man in den Nachfolgeländern der ehemaligen Monarchie, wie beispielsweise in Kroatien, der Slowakei oder Galizien (Krakau), dass die österreichische Zeit zu den besten gezählt hätte.

Das Riesenlambda im Prater wurde im Juli 1897 eingeweiht, 124 Jahre später, im Juli 2021, könnte es zu einer Art Widerstandssymbol gegen die globalistische Unrechtsherrschaft werden, an der sich die österreichische Narrenregierung an vorderster Front beteiligt, um von den internationalen Agenda-Schreibtischtätern bettelnd anerkannt zu werden, wie es viele Menschen in Österreich vermuten.

Bei all dieser – in der Geschichte Österreichs – einmaligen Farce durch das Symbolgesetz 2021, gegen das Logo eines legalen Vereins und jenes einer ebenso legalen bürgerlichen Bewegung gerichtet, kommt einem das Wiener Lied „Wien, Wien, nur du allein…“ mit der kleinen Änderung „…kannst so unglaublich dämlich sein!“ in den Sinn.

Dämlich deshalb, weil es sich hier um einen XXL-Boomerang handelt, der in unmittelbarer Zukunft zurückschlagen könnte: mit dem IB-Symbolverbot wurde ein Präzedenzfall geschaffen! Wenn man die Korruption und Vergehen sämtlicher Parteien Österreichs aufarbeitet, und das ist unter bestimmten Voraussetzungen jederzeit möglich, wie es beispielsweise die Zerschlagung der amerikanischen Mafia in den 80er Jahren beweist, schwebt jetzt schon über der ÖVP und ihren Steigbügelhaltern die Verbotswatsche! Seltsam, dass die politischen Nachfolger Dollfuß’ das nicht wissen, haben sie doch schon einmal die Demokratie vorsätzlich ermordet und sind auch jetzt wieder eifrig dabei, an den Grundrechten zu „messern“. Etwas zu vernichten geht relativ schnell, es ist der Verwesungsgeruch, der die Täter entlarvt und sie schließlich zur Richtstätte führt.

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Kultur

Wenn Hässlichkeit politisch wird

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Alle Körper sind genau gleich wundervoll. Diese Meinung gilt momentan als feministisch-korrekt. Doch Schönheit ist nun mal nicht gerecht verteilt auf der Welt. Im Wahn des Egalitarismus und der ewigen Gleichmacherei schwappt eine neue Schnapsidee der hyperkorrekten Linken und ihrer Social Justice Warriors in den gesellschaftlichen Diskurs: Sie streiten ab, dass es hässliche Menschen gibt.

Unehrliche politische Korrektheit

Natürlich ist es die politisch korrekte Haltung, so zu tun, als wären alle Menschen gleich, auch, wenn es um das Aussehen geht; ehrlich ist es aber nicht. Manche Menschen sind von Natur aus eben ein bisschen gesegneter als andere, was ihre Nase betrifft, ihren Bauch oder die Feinheit ihrer Gesichtszüge.

Die Welt ist eben ungerecht. Es kann nicht jeder alles haben und können. Im Gegenteil: Wenn man Ungleichheiten nicht akzeptieren und vor allem nicht gönnen kann, wie soll man denn da jemals zufrieden leben können. Das ist vielleicht das eigentliche Problem: Da man so schwer damit klar kommt, wenn jemand von Natur aus von irgendwas mehr hat oder etwas besser kann.

Politisierung von Fett

„Mein Fett ist politisch, weil es Leute so richtig sauer macht, wenn ich es zeige. Mein Fett ist politisch, weil ich es behalte. Mein Fett ist politisch, weil es verdammt sexy ist“.

Der Satz stammt von Virgie Tovar, Vordenkerin einer neuen Bewegung aus den USA. Es ist eine Bewegung für Leute wie mich, die sich nicht gern bewegen: „Fat Pride“ statt „Gay Pride“, eine Nachgeburt der Diskurse zu Gender, Rassismus und Sexismus. Gibt’s auch in den Geschmacksrichtungen „Fat Empowerment“, „Fat Acceptance“, „Fat Power“ oder „Fat Positivity“.

Die Gesellschaft weigert sich, schnaufende Anwärter auf Arthrose, Arteriosklerose oder Herzkasper als „awesome“ wahrzunehmen? Dann sollte diese feine Gesellschaft besser ihren Schlankheitswahn und ihre „Thin Privileges“ überdenken, so Tovar, die selbst als amerikanische Claudia Roth auftritt.

Schuld ist natürlich – wie immer die anderen – die Gesellschaft und der Kapitalismus: „Überall Normen, um Minderheiten auszugrenzen. Dabei sind wir Fetten fett wie Schwarze schwarz und Schwule schwul. Einfach so. Und nicht etwa, weil wir mehr Kalorien zu uns nehmen, als wir verbrauchen – ein typisch biologistischer Fehlschluss, der von der soziologischen Avantgarde längst widerlegt ist. Sondern weil eine neoliberale Turbogesellschaft uns Mega-Mollige massiv stigmatisiert.“

Kulturelle Unterschiede in ästhetischer Wahrnehmung

Die ästhetische Wahrnehmung von Menschen mag kulturell sehr verschieden sein. Während in Zentralafrika ein möglichst breites Gesäß bei Frauen und ein dicker Bauch bei Männern als Zeichen des Wohlstands und damit als sehr attraktiv gilt, so sind diese Attribute in Mitteleuropa eher weniger beliebt, in vielen asiatischen Ländern sogar als Zeichen von Maßlosigkeit und Dummheit verschrien. So wie in Europa eine gebräunte Haut als gesund und frisch gilt, weshalb sich tagtäglich tausende Mitteleuropäer unter UV-Licht oder Höhensonne begeben, so florieren in Zentralasien Bleichmittel für die Haut, um sie heller erscheinen zu lassen. Bis weit in die 1960er Jahre galt gebräunte Haut aber als Merkmal von Unterprivilegierung; vor allem in der westlichen und asiatischen Welt war sie ein Zeichen von Landarbeitern unter der prallen Sonne. Gleichzeitig begannen schon im 18. Jahrhundert afrikanische Sklaven in Amerika ihre Haare zu glätten, um westlicher auszusehen.

Eine 1992 in Kanada durchgeführte Studie kam zu dem Ergebnis, dass von 62 untersuchten Kulturen nicht einmal die Hälfte fette Menschen als kallistisch schön empfand. Die großen Unterschiede bei der als ideal geltenden Körperfülle werden in der Regel mit dem jeweils unterschiedlichen Nahrungsangebot erklärt: Wo die Versorgungslage unsicher ist, wird Fett zum Statussymbol. Umgekehrt ist in Zeiten des Überflusses ein schlanker Körper ein begehrtes Luxusgut. Nach ethnologischen Untersuchungen spielen jedoch auch andere Faktoren eine Rolle, insbesondere die Stellung der Frau: Je mehr Macht Frauen haben, desto eher bevorzugen ihre Männer schlanke Partnerinnen. In modernen westlichen Gesellschaften ist Fettleibigkeit zudem häufig mit negativen Attributen wie mangelnder Disziplin, Verweichlichung oder Krankheit besetzt. 

So gibt es zahlreiche verschiedene Wahrnehmungen, die kulturell genauso divergieren wie historisch. Fakt ist aber, dass sie die äußere Verschiedenartigkeit des Menschen gemein haben.

Zweifelsohne haben sich die Traditionen des menschlichen Schönheitsempfindens im Laufe der Geschichte verändert; man bedenke nur die Leibesfülle der Rokokodamen oder Rubens’ Aktgemälde! Auch sie standen in einer zeit- und ideengeschichtlichen Kontextualisierung von Wahrnehmung und Interpretation.

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Aktivismus

Lageanalyse: Und was jetzt, Herbert?

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Im Juni 2021 löste mit großem Beifallssturm des Dritten Lagers Herbert den Norbert an der Spitze der FPÖ ab. Zuvor fand zwischen den beiden Kontrahenten ein organisierter Machtkampf statt, den sich Herbert offenbar gut überlegte. Sein „General“ Michael traf sich nämlich ausgerechnet am Tag vor Norberts ORF-Pressestunde mit dem Chef-Redakteur einer namhaften, rechten Zeitschrift und ging mit diesem auf Wanderung. Dort verkündete Michael sinngemäß das Ende der Ausgrenzungspolitik der FPÖ gegenüber den Identitären. Norbert verfiel in Schockstarre und musste dem ORF am nächsten Tag Rede und Antwort stehen, war er doch FÜR eine Ausgrenzung der Identitären. Es scheint, als ob an diesem Wochenende der offizielle Beginn des Machtkampfes Herbert gegen Norbert begann, in der Herbert über seinen General Michael den Krieg erklären ließ. Mit dem Überraschungsschlag, die „identitäre Karte“ zu spielen (wie gut für Herbert, dass es die Identitären gibt), ging Herbert sofort mit 1:0 in Führung.

Patriotische Demonstrationswellen helfen Herbert

Die erstaunlichen und in Österreich bisher noch nicht gekannten patriotischen Demonstrationswellen im Frühjahr 2021 – in Wien waren bis zu 20.000 Teilnehmer auf der Straße – sorgten für einen Kantersieg Herberts. Er nützte die Wellen aus, wie es ein aufgeweckter Politiker nun einmal macht, und surfte so ungehindert zum Sieg. Durch seine permanente Kritik am zunehmend totalitären Regime eroberte er die Herzen vieler Menschen und erreichte landesweit Popularitätswerte von 31%, was für einen freiheitlichen Spitzenpolitiker erstaunlich ist.

Es muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass sämtliche Protestorganisationen, die zuvor wie Schwammerln aus dem Boden schossen, und eben auch die seit langem bestehenden Identitären ganze Arbeit beim Mitorganisieren der Massendemos leisteten. Die vielbeachteten Demobanner Letzterer wurden dann auch gerne im FPÖ-TV gezeigt. Es wäre ohne die sich wiederholenden und stets anwachsenden Demonstrationen und die dahinterstehenden Unterstützer, so auch die Identitären, nie zum Heimspiel des Herbert im Prater gekommen.

Norberts Anbiederung als Anfang seines Endes

Sein Gegner Norbert konnte ihm nichts dagegenhalten: er biederte sich dem Regime an, wie er es schon zuvor im misslungenen Wahlkampf 2019 machte, als er nach einer harten Phase des „Kurz-muss-weg!“ plötzlich in einem FPÖ-Werbespot wieder auftauchte, in dem er ein schiefes Bild gerade rückte und mit Sprengmeister Kurz zusammen die Couch teilte. Nach Herberts Kriegserklärung hatte Norbert tatsächlich nichts Besseres zu tun, als eine Allparteienregierung mit seinen Feinden vorzuschlagen und somit jene – möglicherweise „globalistische“ – Taktik anzunehmen, der auch Salvini vermutlich auf den Leim ging (Anm.: Salvini trat Anfang 2021 in die Allparteienregierung Draghis ein und verlor kontinuierlich an Zustimmung, im Juli 2021 wurde er schließlich von seiner rechten Kontrahentin Giorgia Meloni der Partei „Fratelli d’Italia“ in allen Umfragen als Nr. 1 abgelöst).

Der Anbiederungskurs an Kurz, auch in Sachen Corona, besiegelte auch schon Norberts Ende. Er hatte kaum Rückhalt der Parteimitglieder und der FPÖ-Landeschefs und schmiss daher im Juni 2021 das Handtuch.

Ende der Ausgrenzung

Herbert setzte sich die Krone auf und ließ sich bestätigen. Er wiederholte das Ausgrenzungsende gegenüber den Identitären, bestand aber auf den Unvereinbarkeitsbeschluss der FPÖ, dass gemeinsame Aktivitäten bei FPÖ und dem Verein „Identitäre Bewegung“ nicht zusammenpassen. Seltsamerweise gilt dieser Beschluss aber nicht für Aktivitäten in Vereinen wie der Burschenschaft. Das war schon bei Heinz-Christian seltsam, der nämlich selbst als FPÖ-Chef (und Vizekanzler) gleichzeitig immer wieder couleurstudentisch aktiv war, als er zum Beispiel in Couleur eine Laudatio am Akademikerball hielt oder an Fackeldemos teilnahm.

Neun Monate nach der erwähnten Wanderung General Michaels in den Bergen erschöpft sich zusammengefasst die Leistung des Herbert in Floskeln, die zu erwarten waren. Die FPÖ hat zwar gegen das Symbolverbot der Identitären sowie der patriotischen Bürgerbewegung „Die Österreicher – DO5“ gestimmt, Aktivitäten im metapolitischen Bereich kann man aber nicht beobachten. So gab es, wie man vernimmt, weder Kontakte in der Führungsebene, die längst zu gemeinsamen Arbeitsgesprächen und Kampagnen gegen das Regime hätten führen können, noch war es Herbert wert, die identitäre Demonstration gegen das Unrechtsgesetz am 31.07.2021 in der Wiener Innenstadt zu unterstützen. Ein Aufruf oder zumindest eine Empfehlung an die Bevölkerung hätte dazu gereicht.

Die FPÖ als finanzstarke Kraft verabsäumt mit Herbert, was auch Jörg und Heinz-Christian verabsäumt haben: patriotische Strukturen zu schaffen, wie es Identitäre beispielsweise mit der Unterstützung und Durchführung der neuen „Gegen-Uni“ vorzeigen, eines von vielen Projekten, welche man durchaus von der FPÖ erwarten könnte.

Wird Herbert zu “Herbär” wie Norbert zu “Norbär”?

Kurzum, wenn Herbert seine Taktik nicht ändert und den Ego-Trip seiner Vorgänger fortführt, bleibt demnächst nur noch ein „Herbär“ übrig, ein Plüschtier, dessen Schicksal schon „Norbär“ teilte.

Es ist der Gegensatz zwischen Idealismus und Egoismus, der den Unterschied zwischen einer patriotischen Bewegung auf der Straße und einem Politiker bzw. einer Partei ausmacht.

Herbert will in die Regierung kommen und dort den freiheitlichen Kurs durchsetzen. Deshalb auch sein wiederholtes Heiratsangebot an Hans Peter oder der Gedanke an eine Koalition mit den Schwarzen ohne Türkis. Sollte er auch das eine oder andere schaffen, das Blatt kann er mit seiner „One-Man-Show“ nicht wenden.

Juventus

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